Über 100 Bilder - eine Galerie der Momente
Diese Galerie zeigt mehr als hundert Bilder – entstanden in ganz unterschiedlichen Augenblicken. Manche sind leise, andere hell, einige spontan, andere getragen von Erinnerung. Zusammen bilden sie ein Mosaik aus Momenten, die mich begleitet haben und die ich festhalten wollte, bevor sie weiterziehen.
Hier auf dieser Seite finden Sie nur Beispiele aus den über 100 Posts, die auf meinen Kanälen entstanden sind. Die Bilder leben auf meiner Homepage, auf Facebook und in meinem Instagram‑Profil. Dort erzählen sie ihre kleinen Geschichten weiter – manchmal als stiller Gedanke, manchmal als farbiger Impuls, manchmal einfach als Zeichen dafür, dass jeder Tag etwas Eigenes trägt.
Diese Sammlung wächst mit mir. Sie zeigt, was mich bewegt, was ich sehe, was bleibt. Und vielleicht findet sich in einem der Bilder auch ein Moment, der zu Ihnen spricht.

Aus gegebenem Anlass möchte ich heute etwas sagen, das mir nicht mehr aus dem Kopf geht.
Seit meiner MS‑Diagnose hat sich vieles verändert, und seit kurzem sitze ich im Rollstuhl. Das ist ein Einschnitt, der nicht nur den Körper betrifft, sondern auch den Blick auf die Welt. Ich spüre, wie verletzlich Rechte werden, wenn man selbst auf sie angewiesen ist – und wie schnell Teilhabe ins Wanken gerät, wenn niemand laut genug widerspricht.
Ich sehe, wie über Barrierefreiheit gesprochen wird, als wäre sie ein verhandelbarer Luxus. Wie Selbstbestimmung zur Fußnote wird. Wie Menschen, die nie vor einer Barriere standen, an Gesetzestexten drehen und das Ergebnis „Reform“ nennen, obwohl jeder spürt, dass hier nicht aufgebaut, sondern abgebaut wird.
Jeden Tag erfahre ich, wie viel Würde in jedem kleinen Stück Bewegungsfreiheit steckt – und wie schnell sie verloren gehen kann.
„Krüppel, die kämpfen, sind Krüppel, die leben.“ Dieser Satz begleitet mich, seit ich selbst spüre, wie sehr man kämpfen muss, um nicht übersehen zu werden. Die geplanten Verschlechterungen im BGG sind kein Versehen. Sie sind ein Symptom einer Politik, die Barrieren nicht erkennt, weil sie selbst nie davor stand.
Aber wir sind nicht verhandelbar. Wir sind keine Randnotiz. Wir sind Menschen – und wir nehmen uns den Raum, den man uns nicht geben will.
Das hier ist kein Protest. Das ist ein Aufstand der Selbstachtung.
Getragen von Menschen, die wissen, dass Rechte nicht geschenkt werden, sondern verteidigt.
Instagram Beitrag zum Rollstuhlbild
Detlef Schillings

„Manchmal scheint die Welt zu zerbrechen an ihrer eigenen Lautstärke.“
Überall Unruhe, Stimmen, Forderungen, Angst. Grenzen verschieben sich, Worte werden zu Waffen, und der Mensch verliert sich zwischen Schlagzeilen und Schatten. Doch gerade dort, wo der Lärm am größten ist, beginnt das Nachdenken über das, was bleibt.
Es sind nicht Macht oder Besitz, die uns tragen, sondern Werte, die keinen Preis kennen: Würde, Mitgefühl, Freiheit, das stille Wissen um das Leben des anderen. Sie sind unscheinbar, oft übersehen, aber sie sind das Fundament, auf dem Menschlichkeit steht.
Ein Soldat mit Tränen im Gesicht erinnert daran, dass Stärke nicht im Kampf liegt, sondern im Erkennen der eigenen Verletzlichkeit. Dass Frieden nicht entsteht, wenn Waffen schweigen, sondern wenn Herzen sich öffnen.
Wir leben in einer Zeit, in der Haltung wichtiger ist als Meinung. In der Zuhören mehr verändert als Schreien. Und in der jeder von uns Verantwortung trägt — nicht für die ganze Welt, aber für den kleinen Teil, den er berührt.
Denn Menschlichkeit ist kein großes Wort. Sie ist eine tägliche Entscheidung.
Instagram Beitrag zu den aktuellen Kriegen
Detlef Schillings

Manchmal beginnt ein Tag nicht mit einem klaren Schritt nach vorn, sondern mit einem stillen Gewicht, das sich in mir sammelt. Die Welt draußen rauscht weiter, jeden Morgen mit neuen Schlagzeilen, neuen Krisen, neuen Warnungen. Gestern war es die Verwüstung der Wälder, heute der Wassermangel, der selbst die Schifffahrt ins Stocken bringt. Ein Rhythmus der Nachrichten, der sich ständig verändert — und doch bleibt meine eigene Krankheit bestehen, unbewegt, wie ein Ton, der nicht verklingt.
Ich sitze da, den Kopf in den Händen, und spüre, wie schwer Denken manchmal wird. Nicht wegen fehlender Gedanken, sondern wegen der Last, die sie tragen. Mein Buch liegt offen vor mir, wie ein Raum, der wartet. Es drängt nicht, es fordert nichts. Es ist einfach da, bereit, wenn ich es bin. Und doch merke ich, wie schwer es mir fällt, diesen Raum zu betreten. Die Krankheit nimmt mir oft die Weite, die ich zum Schreiben brauche. Sie macht den Kopf eng, den Atem kurz, die Tage unberechenbar.
Aber das Buch bleibt. Es verschwindet nicht. Es ist ein stiller Begleiter, der mir zeigt, dass etwas in mir weitergeht, auch wenn ich selbst stehenbleibe. Vielleicht ist das der Gedanke, der heute trägt: dass nicht jeder Tag ein Schritt sein muss. Manchmal reicht es, wahrzunehmen, was ist. Die Welt draußen. Die Welt in mir. Die Schwere, die sich meldet. Und das leise Wissen, dass ein kleiner, echter Moment genügt, um nicht zu verlieren, was mich ausmacht.
Heute nehme ich mir die Freiheit, nicht stark zu sein, sondern ehrlich. Ich lasse den Kopf schwer sein, die Hände stützen, das Buch offen liegen. Und ich erkenne darin etwas Einfaches: Auch im Stillstand gibt es Bewegung. Auch im Warten gibt es Bedeutung. Auch im Gewicht liegt ein eigener Frieden.
Instagram Beitag. Gedanken eines Autoren
Detlef Schillings
Ein stiller Tisch, ein Blatt, das wartet.
Daneben der Füller, als hätte er eben noch geatmet, und die Brille, die das Licht fängt wie Erinnerung. Die alte Schreibmaschine steht da wie ein Tier aus Eisen und Geduld, bereit, jedes Wort zu tragen, das sich aus dem Schweigen löst.
Man spürt, dass hier schon viele Sätze geboren wurden – manche leicht, andere schwer wie Herbstlaub. Doch heute liegt nur das leere Papier da, und in seiner Stille wohnt eine Ahnung: dass Schreiben nicht immer Tun ist, sondern Lauschen. Lauschen auf das, was sich zwischen den Dingen regt – im Staub, im Atem, im Licht, das über die Tasten streicht.
Vielleicht ist dieser Moment der schönste: bevor der erste Buchstabe fällt, bevor das Denken sich in Linien verwandelt. Das Blatt ist noch ganz Welt, noch ganz Möglichkeit. Und der Füller daneben weiß, dass jedes Wort ein Wagnis ist – ein Schritt hinaus ins Offene.
So ruht alles in Erwartung, und doch ist schon alles gesagt:
Dass das Schreiben selbst ein Sonntag ist – ein stilles, warmes Warten auf den Klang, der aus der Seele kommt.
Ein Blatt, das schweigt, kann mehr sagen als tausend Worte.
Es ist der Anfang jedes Gedankens, der sich noch nicht entschieden hat, ob er bleiben oder fliegen will.
Manchmal genügt das Licht auf dem Tisch, der Atem zwischen zwei Zeilen, um zu wissen: Schreiben ist Erinnerung, die sich selbst sucht.
Und wer hinsieht, findet darin nicht nur Worte, sondern sich selbst — leise, echt, unaufdringlich.
Instagram Beitrag . Der leere Tisch Detlef Schillings


Manchmal sitze ich einfach da und schaue auf eine Zeitung, ohne wirklich lesen zu wollen. Die Welt da draußen ist laut genug, sie braucht meine Kommentare nicht auch noch. Ich blättere durch die Seiten, sehe Schlagzeilen, die sich überschlagen, Meinungen, die sich gegenseitig übertönen, und merke, wie wenig Raum bleibt für das, was leise ist. Für das, was nicht schreit. Für das, was nicht sofort bewertet werden will.
Vielleicht ist es genau das, was mich heute beschäftigt: dieser Abstand zwischen mir und dem Außen. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Selbstschutz. Aus dem Bedürfnis heraus, nicht jeden Tag in den Strudel der Aufgeregtheit gezogen zu werden. Ich nehme wahr, was passiert, aber ich lasse es nicht in mich hineinrasen. Ich sitze hier, mit einer Tasse Kaffee, und spüre, wie gut es tut, nicht sofort reagieren zu müssen. Nicht alles einordnen zu müssen. Nicht alles zu kommentieren.
Es gibt Tage, an denen die Welt wie ein überfülltes Buch wirkt. Zu viele Seiten, zu viele Stimmen, zu viele Kapitel, die gleichzeitig gelesen werden wollen. Und dann gibt es Tage wie heute, an denen ich bewusst nur eine Seite aufschlage, sie anschaue, sie wieder schließe und mir erlaube, einfach nur da zu sein. Ohne Urteil. Ohne Haltung. Ohne den Anspruch, etwas Kluges sagen zu müssen.
Vielleicht ist das meine Art, mit der Welt umzugehen: nicht durch laute Worte, sondern durch stilles Beobachten. Durch das Zulassen von Pausen. Durch das Anerkennen, dass ich nicht jeden Tag ein Teil des Lärms sein muss. Heute bleibe ich bei mir. Heute bleibt das Außen draußen. Und das ist vollkommen in Ordnung.
Instagram Beitrag. Die Zeitung Detlef Schillings

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Manchmal beginnt Schreiben nicht mit Worten, sondern mit einem Atemzug.
Ein stiller Moment, in dem die Hand zögert, bevor sie sich dem Papier anvertraut.
Die Feder taucht in die Zeit, zieht Linien aus Erinnerung und Ahnung,
und das Atelierpapier wird zum Raum, in dem Gedanken wohnen dürfen.
Sepia – die Farbe der Erinnerung, der Wärme, des gelebten Augenblicks.
Sie legt sich über die Szene wie Staub aus Geschichten,
wie das Licht eines Nachmittags, das sich weigert zu gehen.
Hier wird Schreiben zum Lauschen: auf das Rascheln der Seiten,
auf das leise Kratzen der Feder, auf das Schweigen zwischen zwei Sätzen.
Vielleicht ist jedes Wort ein Versuch, das Unsagbare zu berühren,
ein Schatten, der sich in der Spur der Tinte verliert.
Und doch bleibt etwas zurück – ein Abdruck, ein Gedanke,
ein kleiner Beweis, dass Stille sprechen kann.

Zwischen Sonne und Regen
Ein Tag, der sich nicht entscheiden will — Licht und Schatten teilen sich den Himmel, als hätten sie sich zum Tanz verabredet.
Ich sitze am Tisch, das Buch offen, der Stift bereit. Draußen zieht der Regen über die Felder, und doch bricht die Sonne durch, als wolle sie sagen: Schreib weiter, auch wenn die Welt gerade weint.
Das Papier nimmt jedes Wort wie Erde den Samen.
Manchmal ist Schreiben nichts anderes als Warten — auf den Moment, in dem der Gedanke Wurzeln schlägt.
Und während Tropfen gegen das Fenster klopfen, wächst in mir eine leise Zuversicht:
dass jedes Wort, das heute fällt, morgen schon blühen kann.




































































































































